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28. - 30. August 2009
Kevelaerwallfahrt der Ministranten aus den nordwestdeutschen Bistümern
Das Bistum Hildesheim war in vielfacher Weise vertreten - Hildesheimer und Hamburger erlebten die Einfachheit des Glaubens in der Zeltstadt
Kevelaer war das Ziel der ersten nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt und einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte in Deutschland. Seit dem Dreißigjährigen Krieg brachten die Menschen ihre Sorgen und Nöte bei der Gnadenkapelle in Kevelaer vor. Gebete für Menschen in Not aus der Verwandtschaft oder aus dem Freundeskreis haben die Hildesheimer Ministranten auf Zettel geschrieben, um sie mit nach Kevelaer zu nehmen.
Zum ersten Mal haben die nordwestdeutschen Bistümer Köln, Münster, Essen, Aachen, Paderborn, Hamburg und Hildesheim eine große Wallfahrt nach Kevelaer durchgeführt. Dass es ein so großer Erfolg werden würde, hätten die Veranstalter vor einem halben Jahr noch nicht gedacht: gut 10.000 Teilnehmer sind es geworden. Man ging ursprünglich von 4.000 aus.
Die Ministranten und Ministrantinnen der Bistümer Hildesheim, Hamburg und aus dem Offizialat Vechta verbrachten zwei Nächte in einer Zeltstadt in Kervenheim, 7 km von Kevelaer entfernt. 30 Zelte wurden errichtet, THW, Malteser und Feuerwehr waren im Einsatz, um 450 Ministranten ein Wochenende mit allem zu versorgen, was nötig ist: Essen, Sanitäranlagen und eben Zelte. 170 Teilnehmer davon kamen aus dem Bistum Hildesheim, aus Aerzen, Gehrden, Braunschweig, Salzgitter, Lehrte, Sarstedt, Liebenburg, Hildesheim, Einum, Bavenstedt, Hambühren, Munster und Springe.
Die Unterbringung war einfach, aber ausreichend für richtige Pilger. Für die meisten war es das erste Mal. Am Samstag ging es dann auf die Pilgerschaft nach Kevelaer, zu Fuß natürlich. Vorbei an Feldern mit reifem Mais wurde gesungen, gebetet und meditiert.
Viele Workshops und Gesprächsangebote rund um den Glauben, aber auch Spaß- und Spielangebote hatte der Tag zu bieten.Aus dem Bistum Hildesheim kam die Boliviengruppe aus Braunschweig mit Tanz- und Schminkworkshop und einem Café unter der Leitung von Michael Czech. Auch aus dem Bistum Hildesheim kam Priesteramtskandidat Maurice Giffey aus Groß Förste, um sich einem Gespräch über die Begeisterung für Jesus heute den Fragen der Zuhörer zu stellen.
Inhaltlich ging es freilich um Maria und ihr Glaubenszeugnis: Maria als Vorbild im Glauben: Maria ist immer bei Jesus, auch dann, wenn die Jünger weglaufen. Dies stellte Kardinal Meissner heraus, der die Eucharistiefeier am Ende des Tages zelebrierte. Gemerkt hatten sich die Kinder vor allem die Anekdote mit dem Rosenkranz, den der Bischof immer bei sich hat und den er auch ins Grab mitnehmen möchte: 50 EUR versprach er dem, der ihn ohne Rosenkranz antrifft. Der Rosenkranz enthält für Kardinal Meissner den ganzen christlichen Glauben im Kleinformat: Mehr brauche man nicht.
Abends wurden die Hamburger und Hildesheimer noch zum Grillen in "Pastors Garten" eingeladen. Spät abends ging es mit Bussen zurück zum kalten und feuchten Quartier in den Zelten.
Einfachheit im Glauben: Für die meisten Kinder in der Zeltstadt waren die einfachen Rahmenbedingungen neu und stellten eine Herausforderung dar. Jedoch konnte sich gerade hier in dieser Einfachheit eine gute Stimmung des gläubigen Miteinanders entwickeln.
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