Aktuelles aus dem Gemeindeleben

 Vergessen wäre der falsche Weg. Am 3. Oktober vor 30 Jahren wurde aus den beiden deutschen Staaten, die durch den unseligen 2. Weltkrieg entstanden waren und den ideologisch unterschiedlichen Machtblöcken angehörten, wieder das eine Deutschland. Dass dieses möglich wurde, hat verschiedene Ursachen, ist aber vor allem dem friedlichen und unerschrockenen Widerstand der Bevölkerung in der DDR zu verdanken. Und hier waren es auffallend viele Menschen, die sich den christlichen Kirchen verbunden fühlten, die den Ruf nach Freiheit und Demokratie und zuletzt auch nach Einheit hinaus auf die Straßen und Plätze trugen. Einer von ihnen war der Arzt und Liedermacher Dr. Karl-Heinz Bomberg. Die Mächtigen der DDR mit der Weltmacht Sowjetunion im Rücken hatten vor seinen Liedern Angst und brachten ihn 1984 für einige Zeit hinter Gitter. Aber er schrieb weiter kritische Texte und sang sie vor allem in Kirchen. Er erlebte den Fall der Mauer und den unvergesslichen 3. Oktober 1990. Auch in Munster hatten sich an diesem Tag einige tausend Menschen im Sportpark versammelt. Hier war es vor allem die Bundeswehr, die die Zusammenführung der beiden bis dahin getrennten, ja feindlichen Armeen demonstrierte. Soldaten und Vertreter der Vereine trugen die Fahnen der jetzt 16 Bundesländer zu den Klängen einer britischen Militärkapelle ins Stadion und ganz Munster freute sich. Zum 10. Jahrestag der Wiedervereinigung platzte das Soldatenheim aus allen Nähten, als der Kultur- und Heimatverein zu einer Feier eingeladen hatte. Aus Anlass des 30. Jahrestages konnte der Vorsitzende der Katholischen Männergemeinschaft Johannes Thierjung gut 30 Munsteraner in St. Michael willkommen heißen. Dietrich Breuer, der den Kontakt zu dem das Geschehen in Deutschland begleitenden Liedermacher hält, meinte, dass es zum Erntedankfest passe, auch für die friedliche Wiedervereinigung zu danken und ihren Fortgang aufmerksam und verantwortungsvoll zu begleiten, damit Freiheit, Gerechtigkeit und vor allem Frieden erhalten bleiben. Dann starteten Bomberg und seine Begleiterin, Erika Kunz am Klavier, ihr aufrüttelndes Gesprächskonzert. Dabei wurden nicht nur Erinnerungen an die Zeit der Unfreiheit und der staatlichen Willkür wach gerufen, wie z. B. mit „Die Befragung“, sondern es erklangen auch Weisen, die Freude am Leben vermitteln und große Dankbarkeit dafür zum Ausdruck bringen, dass sich alles so entwickelt hat. Dass manches schief gelaufen ist, noch viel zu tun bleibt und immer neue und unvorhersehbare Aufgaben auf uns zu kommen, die jeden fordern, versteht sich von selbst. Bomberg ist nicht nur ein großartiger Liedermacher, sprich Verfasser von Texten und ihrer Vertonung, sondern ein Interpret, dem man gerne zuhört. Dem Spiel auf der Gitarre und seinem Gesang. Wenn Erika Kunz ihn auf dem E-Piano begleitete, dann war das so dezent, dass es manchmal kaum wahrzunehmen war. Um so beeindruckender die solistische Darbietung ihrer Komposition „Herbstlaub“. Dar war herrliche Musik und großartig Dargeboten. Beide erhielten viel Beifall und so war der Abend ein würdiges, unvergessliches Erinnern an den großen Tag deutscher Geschichte und gleichzeitig eine Ermunterung und Mahnung, alles für den Erhalt der Freiheit, die Schaffung von Gerechtigkeit und die Bewahrung des Friedens zu tun.

Foto: Dr. Karl-Heinz Bomberg, Arzt und Liedermacher und die ihn begleitende Pianistin Erika Kunz nehmen den Beifall nach ihrem Auftritt zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands in St. Michael entgegen. (D. Breuer) Munster, den 5. Oktober 2020

Dieter Breuer

Windwood & Co war ein Geschenk

Der Samstagabend mit Windwood & Co. in St. Michael gestaltete sich für die Besucher, die der Einladung zu dem musikalischen Gottesdienst gefolgt waren zu einem bewegenden Erlebnis. Es waren zwar nur 19, die sich auf den Weg gemacht hatten, um der Musik des wahrlich großartigen Instrumental-Duos zu lauschen. Keiner von ihnen hat es bereut, dass er der Einladung gefolgt ist. Das bewies nicht nur der immer wieder von Herzen kommende Beifall vor allem nach dem Segenslied, welches als Abschluss des Auftritts angekündigt war, sondern dass konnte auch am Ergebnis der Kollekte festgestellt werden. Der Eintritt zu diesem Abend war bekanntlich frei, so dass aus finanziellen Gründen niemand gehindert war, sich wieder einmal an unbeschreiblich schöner Musik zu erfreuen.
Mit „Wohl auf in Gottes schöne Welt“ eröffneten Vanessa Feigen und Andreas Schuss den Abend, und wie schön und die Herzen berührend vor allem die musikalische Welt der geistlichen Musik der letzten Jahrhunderte ist, das vermittelten die beiden meisterhaft. Der evangelische Theologe und versierte Musiker Schuss lieferte zwischen den Vorträgen immer wieder interessante Informationen zur Geschichte und Herkunft der Kompositionen, die dann wieder mit großem Können zu Gehör gebracht wurden. Die Melodien waren fast alle bekannt, so dass man sie in Gedanken mitsingen konnte und dazu noch in eine andachtsvolle Atmosphäre versinken konnte.
Interessant, was für religiöse Texte zur Melodie von „Innsbruck, ich muss dich lassen“, Andreas Hofers Abschiedslied, entstanden und zu Ohrwürmern geworden sind. Beeindruckend, wie viele unterschiedliche Instrumente die beiden beherrschen. Vanessa musiziert mit Saxophonen, der Klarinette, der Bratsche und nimmt auch einmal den Kontrabass in die Hand. Ihr Partner und Ehemann Andreas bringt es sogar fertig und spielt gleichzeitig mit der rechten Hand Piano und bläst die mit der linken geführte Panflöte.
Die Musik war ein religiöses, innerlich bewegendes und anrührendes Erlebnis und zugleich musikalischer Hochgenuss. Der Sprecher des Freundeskreises von Windwood & Co. bedankte sich ausdrücklich bei St. Michael, dass man ihnen das Gotteshaus für diesen Abend trotz der Corona-Krise zur Verfügung gestellt hat.
Der Abend war zu schnell vorbei. Schließlich durften die Besucher als Zugabe noch alle Strophen von „Kein schöner Land“ mitsummen.

Dietrich Breuer

Fatima-Andacht bei St. Michael in Munster

Nachdem am 12. Februar der Film „Fatima - das letzte Geheimnis“ im Pfarrsaal gezeigt wurde, lud das Vorbereitungsteam zusammen mit Diakon Niko Stojanovic zu einer Fatima-Andacht am 20. Februar in die St. Michael Kirche ein.
An diesem Tag gedenkt die Kirche der Heiligen Jancita Marto, einer der drei Seherinnen, denen 1917 die Jungfrau Maria in Fatima (Portugal) erschienen ist. Weltweit folgten Millionen Menschen der Einladung der Pfarrei in Fatima, die „Mater Fatima“ um verschiedene Anliegen zu bitten. Gebetet wurde für den Frieden, das Leben, die Familien und für die Priester.
Gut 40 Gläubige erlebten rund neunzig sehr bewegende Minuten. Auf dem Altar stand eine wunderschöne Statue der Jungfrau von Fatima, an deren Seite einige Minuten später die Monstranz mit dem Allerheiligsten ausgesetzt wurde. Der Altar erstrahlte in der, fast ausschließlich durch Kerzen erhellten Kirche, in wechselnden Farben. Über dem Altar wurden, mittels einer Projektion an die Wand, Bilder von Fatima gezeigt. Diakon Stojanovic betete mit der Gemeinde den Rosenkranz, wobei es sehr berührte, dass fünf Gläubige, um die Internationalität dieser Andacht zu unterstreichen, in ihren jeweils unterschiedlichen Muttersprachen begannen und dann alle gemeinsam in deutscher Sprache fortfuhren. Es gab Fürbitten an die Jungfrau und Gesang.
Am Ende hatten alle die besondere Gelegenheit der Einzelsegnung mit dem Allerheiligsten Sakrament. Die Resonanz unter den Teilnehmern war begeistert, und man verabschiedete sich mit Dank und dem Wunsch, diese Andacht am 13. eines jeden Monats zu wiederholen .

Text: Diakon Stojanovic

Ehrenamtliche eingeladen

Bei St. Michael Munster/Faßberg ist es seit einigen Jahren üblich, dass das Gemeindeoberhaupt zu Beginn des neuen Jahres alle, die sich auf unterschiedlichste Weise in das Leben der Gemeinde einbringen, zu einer Dankveranstaltung einlädt.
Dechant Guido Busche konnte auch jetzt wieder einige dutzend Frauen und Männer in der Oase willkommen heißen. Ohne Ihr Engagement, so das Gemeindeoberhaupt, ginge gar nichts. Aber letztlich gehört das einer christlichen Gemeinde und einem getauften Christenmenschen, dass jeder sich nach seinen Begabungen und Möglichkeiten einbringt.
Christentum bedeutet neben der unumgänglichen Glaubenshaltung vor allem, für den anderen da zu sein und sich in der Gesellschaft und der Gemeinde, in der man lebt einzubringen. Das tun Sie auf so vielfältige und dankenswerter Weise.
Nicht nur in den Gremien wie Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und den Vereinigungen und Gruppen, sondern auch in der Katechese, der Jugendarbeit, in liturgischen Diensten, in der Betreuung von Flüchtlingen, in Caritas und ökumenischen Diensten, wie z. B. der Munsteraner Tafel usw.. Wir, die wir in der Gemeinde Verantwortung tragen, wir danken Ihnen allen von Herzen und bauen auch für die Zukunft auf ihre Einsatzbereitschaft.
Dieter Graßler und Otto Hechinger dankten Dechant Busche mit freundlichen Worten und einem kleinen Präsent für seinen Einsatz für die zweite Gemeinde, die er seit dem 1. Oktober 2019 neben St. Maria vom Heiligen Rosenkranz, Soltau/Schneverdingen zu leiten hat.
Militärpfarrer Georg Ischler, der nun im Pfarrhaus wohnt, hatte es sich bei der vertrauensvollen Zusammenarbeit von Militärseelsorge und Zivilgemeinde nicht nehmen lassen, in dieser Runde dabei zu sein.
Das Personal der Kindertagesstätte von St. Michael hatte ihre eigene Veranstaltung.

Am 21. Februar feiert St. Michael im Pfarrheim Fasching. Dazu wird herzlich eingeladen.

Text: Dietrich Breuer

Josef Baron

Altar St. Michael

Schäfergruppe

Nachruf    Josef Baron starb vor seinem 100. Geburtstag

Er wollte seinen 100. Geburtstag am 19. Februar noch mit seiner Frau, den vier Söhnen und Freunden in Unna-Hemmerde, wo Josef Baron, der in Schlesien geborene „Dorfbildhauer“, wie sich der Künstler bezeichnete, seit Jahrzehnten lebte und arbeitete. Auch in der Lüneburger Heide und vor allem in Munster ist der Bildhauer bekannt.
So stammen zahlreiche Kunstwerke in St. Marien in Lüneburg von Baron und der Ziegenbock in Gifhorn verkörpert den profanen Bereich des Künstlers. In Munster sind es viele Arbeiten, die Baron geschaffen hat. Er bekam von der Diözese Hildesheim den Auftrag, die erst 1960 geweihte katholische Kirche St. Michael nach den Vorgaben der Liturgiereform umzugestalten. Dazu gehören der Altar mit dem Altarkreuz, die Kanzel, der Tabernakel, das Taufbecken, Leuchter sowie das Triumphkreuz über dem Altar.
Die eindrucksvolle Pieta in der ehemaligen Taufkapelle schuf ebenfalls Baron. Sie war das Geschenk eines Munsteraner Ehepaares an die Kirchengemeinde, wie drei Jahre später die 14 Kreuzwegstationen im Seitenschiff. Der gläubige Katholik Josef Baron war vor allem in der sakralen Kunst zu Hause. Er hat für zahlreiche Kirchen überall in der Welt Kunstwerke geschaffen. Die Umgestaltung der Wallfahrtskirche Werl machte ihn nach Beendigung seines Studiums in Düsseldorf bekannt und war der Beginn einer beispielhaften Künstlerlaufbahn. In Flensburg war Baron übrigens dem Dozenten Fritz Thomas-Gottesberg begegnet und in Düsseldorf musste er sich zwangsläufig mit Josef Beuys auseinandersetzen.
Als Baron gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, ein Kunstwerk für die neugestaltete Innenstadt von Munster zu schaffen, lehnte er ab. Die sakrale Kunst ist mein Zuhause, antwortete er dem damaligen Kulturamtsleiter. Die weltliche Kunst überlasse ich gern anderen. Doch wenige Augenblicke später verriet er, dass er gern einmal etwas schaffen würde, wo er alles „reinpacken“ könne, was uns Menschen ausmacht. Wir sind ein Herdentier, brauchen immer einen Leithammel und folgen gern einem starken Führer, der leider manchmal ein Verführer ist, sagte Baron. Er könne sich so ein Kunstwerk für Munster vorstellen. Stadtdirektor Heinrich Peters war von der Idee angetan und meinte, Baron solle doch einmal einen Entwurf fertigen. Der tat es und dieser stand bis zum Sommer 1986 kaum beachtet in einem Büro im Rathaus. Was würde die Verwirklichung dieser Bronze kosten, wollten Bürgermeister Alfred Schröder und der Stadtdirektor plötzlich und vor allem kurzfristig wissen. Die Kreissparkasse Soltau will uns zur Fertigstellung der Innenstadt ein Kunstwerk schenken. So kam es zur Schäfergruppe, ohne die die Wilhelm-Bockelmann-Straße nicht mehr denkbar ist. Der Entwurf war übrigens manchen Verantwortlichen im Rathaus zu „sakral“, zu „prälatenhaft“. Da musste Pastor Bruno Hasselblatt zu Hilfe geholt werden, der dann aber überzeugend meinte, dass wir doch schließlich eine Stadt mit überwiegend christlichen Einwohnern sein würden.
Und zuletzt wurde noch ein Mahnmal gegen Krieg aus Sandstein nach Munster geholt, welches Baron 1960 als Kriegerdenkmal für die Stadt Holzwickede geschaffen hatte. Dort sollte es, nachdem es durch einen Bronzeguss ersetzt worden war, verschrottet werden. Der mit Munster eng verbundene Unnaer Mediziner Dr. Karl-Uwe Marx übernahm die Transportkosten in die Heide. Leider fand die Idee, es auf dem alten Friedhof aufzustellen, keine Beachtung, so dass es nun im Hindemith-Weg auf dem Grundstück der St. Michael-Gemeinde einen würdigen Platz gefunden hat.
Am 1. Januar 2020 ist Josef Baron verstorben und am Samstag, den 11. wurde er in Hemmerde beigesetzt. Eine große Trauergemeinde folgte nach dem Requiem der Urne zur letzten Ruhestätte.

Text: Dietrich Breuer

Großartiger Erfolg der Sternsinger

Bei den Sternsingern von St. Michael Munster-Faßberg und über Leistung der kleinen Majestäten herrscht große Freude. Sie haben über 5.299,19 € zusammen gesungen und können so einen respektablen Beitrag dazu leisten, dass Kindern in Not in den Krisengebieten dieser zerstrittenen und von Naturkatastrophen geplagten Erde geholfen werden kann.
Die Faßberger Gruppe besuchte 26 Familien, einige Einrichtungen im Fliegerhorst und die Gemeindeverwaltung. Die insgesamt 15 Munsteraner Könige durften den Segen für das neue Jahr Repräsentanten der Stadt Munster in der Bücherei überbringen, den beiden Seniorenheimen, der Kindertagesstätte der Kirchengemeinde und einer Apotheke in der Wilhelm-Bockelmann-Straße. Außerdem waren sie von 70 Familien eingeladen worden. Katholischen und evangelischen!
Das Sternsingen hat schon lange einen ökumenischen Charakter. Evangelische Kinder machen mit und von den erwachsenen Betreuern, die die Gruppen vorbereiten und begleiten sind einige unter den anderen Kirchtürmen zu Hause. Als sie am Sonntag im Gottesdienst von Dechant Guido Busche eingeholt wurden, stand gar Diakonin Anja Kanzinger unter den Sängern.
Noch einmal sangen sie voller Begeisterung ihre Lieder, mit denen sie bei den Besuchen die Menschen erfreut hatten. Busche dankte den Kindern, den Betreuern und nicht zuletzt den großherzigen Spendern, die mit ihren Gaben zu dem stolzen Ergebnis beigetragen haben.
Dietmar Rose, der seit Jahren für die Aktion in Munster verantwortlich zeichnet, überreichte den Sternsingern Dankurkunden und ein Foto der diesjährigen Truppe. Den Kindern war anzumerken, dass sie selbst viel Freude am Sternsingen haben und stolz sind, dass sie mit ihrem Einsatz anderen Kindern helfen können. Demnächst werden die Knirpse wieder von einem Restaurant zu „Pommes mit.... „ eingeladen. Darauf freuen sie sich.
Text: Dieter Breuer

Krippenfeier in St. Michael

Kurz vor dem Dunkelwerden am Heiligen Abend füllte sich St. Michael beinahe bis auf den letzten Platz. Insbesondere Familien mit kleineren Kindern, aber auch ältere Menschen, die zu später Stunde nicht mehr aus dem Haus gehen wollten, um an einem Weihnachtsgottesdienst ihrer Gemeinde teilzunehmen, hatten sich zur angekündigten Krippenfeier versammelt. Und das Geschehen dieser knappen Stunde hat alle bewegt, ja ergriffen.
Die St. Michael-Band sorgte für den musikalischen Rahmen. Flott und dennoch die nötige Andacht vermittelnd bis zum Stille Nacht, heilige Nacht, mit dem die Feier endete.
Mit den Kindern, die im kommenden Jahr zur 1. Heiligen Kommunion gehen werden, hatte die Katechetin Christina Szesny die Weihnachtsgeschichte eingeübt und die Kinder machten die Darstellung der Geschichte hervorragend. Sie spielten ihre Rollen ausnahmslos überzeugend, ob als Erzählerin, Maria und Josef, Engel, Hirten und die Einwohner von Bethlehem, die sich so schwer taten, dem eine Herberge suchenden Paar eine Bleibe zu geben.
Sie erhielten am Schluss des Gottesdienstes, den Katja Rose leitete, viel und begeisterten Beifall. Gerne fielen sich anschließend die Menschen in die Arme und wünschten sich überall gegenseitig frohe, gesegnete Weihnachten. Text: Dietrich Breuer

Seniorennachmittag im Advent

Seniorentreffen im Advent

Der Seniorenkreis von St. Michael lädt die Senioren der Gemeinde zwar jeden Monat einmal zu einem gemütlichen Beisammensein ins Pfarrheim ein, aber in der Adventszeit soll es dann schon immer wieder etwas Besonderes sein. So war es auch am Mittwochnachmittag vor dem 3. Adventssonntag. Dekan Guido Busche feierte die Beginn mit den Senioren die Heilige Messe und dann saßen die Herrschaften im Pfarrheim bei Kaffee und Kuchen, bei Gesang und vorweihnachtlichen Texten und vor allem Gesprächen über Gott und die Welt beisammen. Hannelore Brodowski, die mit ihren fleißigen Helferinnen immer alles vorbereitet und im Griff hat, hieß die Besucher willkommen, dankte ihrem Team für seine Treue das ganze Jahr hindurch und wünschte allen namens der Pfarrgemeinde noch eine schöne, bald zu Ende gehende Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und dass man sich im neuen Jahr wieder gesund und stets guter Dinge wiedersieht und miteinander begegnen kann.

Einführung Mitlitärpfarrer Ischler

Einführung Militärpfarrer Ischler

Einführung Militärpfarrer Ischler

Amtseinführung von Militärpfarrer Georg Ischler.

Es waren festliche Stunden in St. Michael und anschließend im Kasino Kornett, die aus Anlass der Amtseinführung des für die Standorte Munster und Bergen zuständigen Katholischen Militärpfarrers Georg Ischler am Donnerstagmittag begangen oder besser gesagt, gefeiert wurden.
Der Gottesdienst in St. Michael war nicht nur theologisch betrachtet eine würdevolle Feier der Eucharistie, sondern Dank der beeindruckenden musikalischen Darbietungen eines Bläserquintetts der Bundespolizei ein Erlebnis, das durchaus Leib und Seele berührte. Eine stattliche Gemeinde hatte sich versammelt. Überwiegend Soldaten und eben die Repräsentanten von Verbänden und sonstigen Einrichtungen der Bundeswehr und dem zivilen Bereich. Auch der eine oder die andere aus der katholischen Kirchengemeinde Munster/Faßberg war der Einladung gern gefolgt. Es zog sich wie ein Roter Faden durch einige Reden dieses Tages, dass der neue Militärpfarrer von allen Menschen als ein überaus freundlicher/herzlicher Seelsorger empfunden wird. Der Leitende Militärdekan im Katholischen Militärdekanat Kiel Monsignore Rainer Schadt nahm Ischler das Treueversprechen ab und führte ihn offiziell in sein Amt ein. Die Gottesdienstbesucher erfuhren, dass von den 60.000 Soldaten, die im Dekanat ihren Dienst tun, 5.000 der katholischen und 15.000 der evangelischen Konfession angehören. 40.000 sind konfessionslos. In seiner Predigt wies Ischler auf den Wandel hin, dem die Gesellschaft und damit auch die Kirchen und jeder einzelne Mensch ausgesetzt sind. Strukturen haben sich verändert und dieser Prozess gehe weiter. Es sei wichtig und wertvoll, dass wir etwas besitzen, an dem wir uns festhalten und auf sicherem Weg führen lassen können, meinte Ischler. Auf Jesus Christus, dessen Ankunft als das Licht der Welt wir bald wieder feiern werden, können wir uns verlassen.
Gute Stimmung im Kasino! Es steht seit den 50er Jahren genau an der Stelle, wo in den ersten Monaten des 1. Weltkrieges französische, britische und belgische Kriegsgefangene den Wasserturm errichteten, der Jahrzehnte hindurch das Wahrzeichen von Munster-Lager war. Man darf durchaus an solche Ereignisse erinnern, um schätzen zu lernen, was es bedeutet, dass die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zusammen mit ihren Partnern anderer Nationen in Europa den Frieden seit über 70 Jahren bewahren helfen konnten, aber in zahlreichen Krisengebieten auf dieser Erde Leib und Leben riskieren und nicht selten hergeben müssen. Das macht Seelsorge nicht nur notwendig, sondern diese ist ein Schatz, der von allen geachtet und anerkannt wird.
Nun gab es viele freundliche Worte und kleine Geschenke. Brigadegeneral Ullrich Spannuth, Kommandeur des Ausbildungszentrums und Standortältester eröffnete den Reigen. Ihm folgte Oberst Dr. Christian Freuding, Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, Oberstarzt Fritz Stoffregen, Munsters 1. Stellv. Bürgermeister Gerd Engel, der ev. Amtsbruder Militärpfarrer Dr. Jobst Reller und den Schluss machte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Michael, Barbara Lagréze-Noll. Alle brachten ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass Ischler seine durchaus interessante Laufbahn nun in Munster und Bergen fortsetzt, wünschten ihm Glück und Segen in seinem Wirken und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass das lange so bleiben möge. Natürlich wurden die vielen Gäste auch gebührend bewirtet. Besondere Aufmerksamkeiten fanden schon in St. Michael der Informationsstand und die Gesprächspartner von „Lachen helfen e. V.“ einer Initiavive, die von Bundeswehrsoldaten auf dem Balkan ins Leben gerufen worden war. In dem segensreich wirkenden Verein sind inzwischen auch die Polizisten aktiv. Die Kollekte im Gottesdienst kam dem Verein zugute.
Text: Dieter Breuer